St. Hubertus-Gilde Keylaer e.V.

 

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20. Jahrhundert bis 1914

1912 wurde die Hubertusgilde durch die gerade gegründeten "Geselligen Vereine" von Kevelaer gebeten, als festgebender Verein aufzutreten. Auf einer Mitgliederversammlung wurde beschlossen, eine neue Vereinsfahne anzuschaffen. Die alte Fahne wurde dem Heimatmuseum übergeben. In diesem Jahr wurde das Vogelschießen auch erstmals vor der Kevelaerer Kirmes durchgeführt. Es fand dann auch für mehrere Jahrzehnte seinen festen Platz am Christi-Himmelfahrtstag.

Bei diesem Vogelschießen errang Präsident Franz Selders die Königs­würde, und damit war er auch gleichzeitig der erste Festkettenträger der Sankt Hubertusgilde. Das Kirmesfest wurde dann auch gebührend gefeiert. Denn man feierte in diesem Jahr gleichzeitig das 250jährige Jubiläum, da zu dieser Zeit als Gründungsjahr noch das Jahr 1662 angenommen wurde. Nach dem Festzug war Morgenmusik im Festlokal "Heidelberger Faß". Am Abend gab es ein Festkonzert, ausgeführt durch die Regimentskapelle des Artillerieregiments 43 aus Wesel.

Auf der Versammlung nach der Kirmes kündigte der König Franz Selders als Dank für die zahlreiche Beteiligung an, dass er am Fronleichnamstag ein Fass Bier (ein Anker Bier) stiften wolle. Aus dieser Veranstaltung entwickelte sich die Tradition des Ankerfestes am Fronleichnamstag. Die Gilde hatte im Festjahr 1912 ca. 50 aktive Mitglieder und ca. 40 Ehrenmitglieder.

1913 wurde auf einer Gildenversammlung über das Vereinslokal abgestimmt. Zur Wahl standen der Prinzenhof (Pahsens), das Hotel "Drei Könige" (Aengenheyster) und der "Weiße Schwan" (Manten). Mit deutlichem Abstand wurde der "Weiße Schwan" als Vereinslokal gewählt. Daher wird auch heute noch oft bei geselligen Veranstaltungen von der Gilde das Lied "Ein weißer Schwan" gesungen. Das Lokal, das an der Stelle stand, wo heute die Fahrschule Koch ist, ist inzwischen abgerissen worden.

Ebenfalls im Jahre 1913 wurde eine eigene Musikkapelle gegründet. Die Instrumente, zwei Flöten und eine Trommel, wurden von der Vereinskasse gestellt. Tambour-Major wurde Johann Peters.

 

Weitere Informationen:

bulletKönige von 1900-1936
bulletFestjahr 1912
bulletTotenbuch der Gilde

 


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Stand: 18.01.12