St. Hubertus-Gilde Keylaer e.V.

 

Präsident – Theo Keysers – Wember Str. 292 - 47623 Kevelaer - Telefon: 02832/5632

 

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20. Jahrhundert, 1914 - 1937

Während der Kriegsjahre 1914 bis 1918 ruhte das Vereinsleben. Nach dem Krieg war durch die Besatzungsmächte das Vogelschießen zunächst verboten, so dass das Vereinsleben nur sehr langsam wieder in Gang kam. Höhepunkt dieser Vereinsjahre war das Winterfest, aus dem das heutige Familienfest entstanden ist. Erst 1924 konnte wieder ein neuer König ermittelt werden. 1929 erlitt die Gilde tiefe Trauer, da in diesem Jahr im Alter von erst 28 Jahren der Präsident und König Willy Verhaag nach schwerer Krankheit verstarb.

Ab 1931 war Peter Esser Präsident der Gilde. Die Gilde blühte wieder auf. In dieser Zeit wurde auch versucht die Eigentumsverhältnisse um den alten Gildenkamp zu klären. Hierbei handelt es sich um ein etwas mehr als 3 Hektar großes Grundstück an dem Weg der nach Wemb führt. Leider konnte kein Nachweis geführt werden, dass dieses Grundstück ursprünglich zur Hubertuskapelle gehörte und von der Gilde verwaltet wurde. Seit 1838 wurden als Eigentümer im Kataster die Armen von Kevelaer geführt, ab 1925 dann die „Civilgemeinde Armenverwaltung Kevelaer“.

Im Jahre 1934 feierte die Hubertusgilde dann ihr 300jähriges Jubiläum, denn inzwischen waren Gildenrechnungen aus dem Jahre 1634 gefunden worden. Zumindest ein Erfolg der oben erwähnten Nachforschungen. Das Jubiläumsjahr wurde zum Anlass genommen, um zum zweiten Mal den Festkettenträger zu stellen. Jubelkönig Gerhard Joosten wurde Festkettenträger. In diesem Jahr wurde wieder eine Schwenkfahne angeschafft, und somit war die Hubertusgilde der erste Verein in Kevelaer, der dieses historische Fahnenschwenken wieder einführte. Weitere Einzelheiten dazu weiter hinten im Heft in den Ausführungen zu den Fahnenschwenkern.

Der Hauptfesttag, 1934 war dies der Kirmesmontag, verlief wie folgt: 5 Uhr morgens großes Wecken, und um 8.30 Uhr wurde der Jubelkönig an seinem Hof von der gesamten Gilde nebst einer vierzig Mann starken Musikkapelle abgeholt. Um 9 Uhr fand vor der Gnadenkapelle ein Gottesdienst statt. Hiernach abholen der Festkette und Zug durch die Gemeinde. Anschließend Festversammlung im "Hotel zu den drei Königen". Eine Kuriosität des Festjahres war, dass die Gilde zweimal antreten musste, um das Vereinsfoto erstellen zu lassen. Das erste Foto, das mit der Kirmes gemacht worden war, war nicht gut geworden, so dass man sich entschloss, ein neues Foto anfertigen zu lassen.

Im Protokollbuch der Gilde sind nun auch die Zeichen der Zeit zu erkennen. Nach anfänglicher Begeisterung für die neuen Machthaber (aus dem Präsidenten wurde der Vereinsführer) finden sich innerhalb weniger Jahre auch Zeichen der Ernüchterung. Auf einer Versammlung im Jahre 1935 wird in die Satzung die Pflicht des Königs zur Teilnahme an der Fronleichnamsprozession aufgenommen. Im November 1936 war es dann soweit. Den konfessionellen Schützenbruderschaften wurde nahe gelegt, sich dem "Deutschen Schützenverband" anzuschließen. Dies hätte eine Abkehr von der Kirche und dem katholischen Zentralverband zur Folge gehabt. Der Verein hätte an keinen kirchlichen Veranstaltungen mehr teilnehmen dürfen.

Dieser Punkt wurde auf der Generalversammlung 1936 diskutiert. Alle Schützenbrüder wollten weiterhin konfessionell gebunden sein und lehnten es ab, dem "Deutschen Schützenverband" beizutreten. Daraufhin folgte dann das Verbot des Vereins. Dies kommt in der folgenden Eintragung im Protokollbuch der Gilde zum Ausdruck: "Keylaer, den 3. Februar 1937; Da uns von den Behörden alle Veranstaltungen verboten sind, ruht die Sankt Hubertusgilde bis auf weiteres."

Weitere Informationen:

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Könige 1900-1936

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Festjahr 1934

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Fahnenschwenken vor 1947

 


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Stand: 18.01.12