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20. Jahrhundert 1947-1959Nach dem Krieg kam das Vereinsleben wegen der großen Not nur sehr schleppend in Gang, viele Mitglieder waren noch in Gefangenschaft. Doch 1947 finden bereits die ersten Treffen statt und die Gilde übernimmt wieder ihre alten Aufgaben. Mit einer Sammelaktion bei den Gildenbrüdern und den Nachbarn von Keylaer wurde das Geld für die von der Dachdeckerfirma Joh. Gastens ausgeführte Reparatur des Kirchturmes und des Kirchendaches der Hubertuskapelle in Höhe von 1313,75 Reichsmark aufgebracht. Nach 11jähriger Pause begann das Vereinsjahr 1948 wieder mit einem Winterfest. Der Präsident, Gerhard Joosten, begrüßte in seiner Festansprache besonders den langjährigen König, Gerhard Rühl (Huckse), und dankte ihm für die Treue, die er dem Verein gehalten hatte. Nach der Festansprache wurde eine Sammlung durchgeführt, deren Erlös für eine neue Fahne bestimmt war, denn die alte Fahne von 1912 war im Krieg verlorengegangen. In der Folgezeit wurden Angebote für eine neue Vereinsfahne und eine Schwenkfahne eingeholt. Die Fahnen sollten mit Geld und mit Kompensation (also Eier, Speck usw.) bezahlt werden. Es wurden mehrere Angebote eingeholt, so dass sich die Auftragsvergabe bis nach der Währungsreform verzögerte. Nun mussten neue Angebote eingeholt werden. Das Vereinssilber und die Vereinsschriften waren von dem alten Präsidenten, Peter Esser, während des Krieges vergraben worden. Dieser hatte sich gegenüber den Behörden mehrfach geweigert, das Silber herauszugeben, so dass es der Gilde unversehrt und vollzählig erhalten geblieben war. In Anerkennung dieser Verdienste ernannten die Gildenbrüder Peter Esser zum Ehrenpräsidenten.
1949 wurde dann die neue Vereinsfahne in Auftrag gegeben. Außerdem wurden zwei neue Schwenkfahnen angeschafft, so dass die Gilde zur gemeinsamen Kirmesfeier wie vor dem Krieg wieder mit 3 Schwenkfahnen auftreten konnte. Die neuen Fahnen wurden zusammen mit den Fahnen der Sankt Sebastianusbruderschaft am Ostermontag 1949 geweiht. Nach alt überliefertem Brauch hielt die Sankt Hubertusgilde als erste der Kevelaerer Bruderschaften und Gilden am Christi-Himmelfahrtstag 1950 bei „de Wäwer“ wieder das Preis- und Königsschießen ab. Erster König nach dem Krieg wurde Peter Bocksteegers. Zu seinem Adjutanten ernannte er Johann Spolders. 1954 war die Hubertusgilde zum dritten Mal festgebender Verein. Der Festkettenträger wurde damals noch beim Vogelschießen ermittelt. Der jeweilige König wurde automatisch auch Festkettenträger. Die glücklichste Hand beim Vogelschießen hatte dann Gerhard Rühl (Heiligers). Zu seinem Adjutanten ernannte er Peter Rühl (Huckse). Dieser war bereits im Festjahr 1934 Adjutant beim Festkettenträger Gerhard Joosten gewesen. Weitere Informationen: |
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