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20. Jahrhundert, 1960 - 1969Im Jahre 1960 entschlossen sich die Gildenbrüder, die Hubertuskirmes in einer anderen Form zu feiern. Zum ersten Mal wurde auf Hennings Wiese an der Ecke Hubertusstraße/Wissenscher Weg ein Festzelt aufgestellt. Obwohl die Geistlichkeit und Obrigkeit nicht sehr begeistert davon waren, wurden die Veranstaltungen ein Erfolg. Die Hubertusgilde entschloss sich deshalb, die Kirmes in Zukunft immer in dieser Form durchzuführen. Am Christi-Himmelfahrtstag 1963 fand das Vogelschießen erstmalig bei Scholten an der Vogelstange des Stadtbundes statt. Zwar gab es in der vorangehenden Versammlung eine rege Diskussion darüber, doch es wurde dann doch mehrheitlich beschlossen. 1964 hatte es beim Schützenbruder Jakob Baumanns gebrannt, die Gilde half ihm tatkräftig beim Wiederaufbau. Auf einer Versammlung wurde beschlossen, dass dies in Zukunft immer so sein soll. Ebenfalls 1964 wurde beschlossen, für die Hubertuskirmes einen eigenen Platz zu kaufen, denn das Grundstück von Henning sollte möglicherweise bebaut werden. Auf der Generalversammlung 1964 trat aus gesundheitlichen Gründen der erste Präsident der Gilde nach dem Krieg, Gerhard Joosten, zurück. Zu seinem Nachfolger wählte die Gilde mit überwältigender Mehrheit Karl Wilbers. 1967 war die Gilde dann wieder festgebender Verein. Zum ersten Mal wurde in diesem Jahr die "Sent Tönnes Kirmes" im Konzert- und Bühnenhaus abgehalten. Als Festkettenträger präsentierte die Gilde bei dieser Veranstaltung den Schützenbruder Hermann Breidenbach. Zu seinem Adjutanten ernannte er Heinrich Baumanns. Die Kirmes 1967 verlief dann sehr harmonisch. Die Gilde fand in Kevelaer viel Anerkennung für die hervorragend gestaltete Kirmesfeier. Auf der Generalversammlung 1967 wurde Willy Rühl einstimmig zum neuen Präsidenten der Gilde gewählt. Im Jahre 1969 kaufte die Gilde einen Platz an der Ecke Hubertusstraße/Windmühlenstraße, um dort in Zukunft die Hubertuskirmes abzuhalten. Aus diesem Grunde ließ sich die Gilde auch in das Vereinsregister eintragen, denn nur juristische Personen können ein Grundstück erwerben. Als Folge der Umwandlung in einen eingetragenen Verein wurde der Vorstand nun für drei Jahre gewählt, während er vorher immer für ein Jahr gewählt worden war. In den Jahren 1968 bis 1969 wurde die Hubertuskapelle von der Gilde von Grund auf renoviert. Viele Schützenbrüder leisteten ungezählte Stunden an Arbeit, um die über Jahrhunderte stark in Mitleidenschaft gezogene Hubertuskapelle in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.
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